Bonding in der Schwangerschaft: 5 Wege, wie Bindung schon vor der Geburt wächst
- Karin Danninger
- 1. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Viele Frauen erzählen mir, dass sie den positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten und plötzlich das Gefühl haben: Alles ist anders.
Und gleichzeitig… fühlt es sich manchmal gar nicht so richtig „real“ an. Da ist keine kleine Hand, die man halten kann. Kein Blickkontakt. Oft nur Übelkeit, Müdigkeit, ein spannender Busen, ein weicher werdender Bauch. Der Körper verändert sich – die Leistungsfähigkeit lässt nach, vieles fühlt sich schwerer an. Und genau dann stellt sich die Frage: Wann beginnt eigentlich die Verbindung zum Baby?

Verbindung beginnt nicht erst, wenn du dein Baby spürst
Viele glauben, die Bindung entsteht erst dann, wenn man die ersten Kindsbewegungen wahrnimmt – oder sogar erst mit der Geburt. Doch in Wahrheit ist sie schon viel früher da. Ab dem Moment, in dem neues Leben entsteht, tragen wir Verantwortung: für uns selbst, für unseren Körper und für das kleine Wesen, das darin wächst.
Dein Körper arbeitet von Anfang an auf Hochtouren, um deinem Kind ein sicheres Nest zu schaffen. Darum geht jetzt vielleicht nicht mehr alles so wie früher: intensiver Sport, lange Nächte, Stress ohne Ende. Dein Körper braucht diese Energie für die Schwangerschaft. Wenn du darauf hörst und bewusster wirst, beginnst du automatisch, Kontakt zu deinem Baby aufzunehmen – über Fürsorge, Achtsamkeit und kleine liebevolle Gesten im Alltag.
Warum Bindung in der Schwangerschaft so wichtig ist
Studien aus der Pränatalpsychologie zeigen, dass Babys bereits im Mutterleib Gefühle wahrnehmen können:
Ab etwa der 16. Schwangerschaftswoche nehmen sie Geräusche wahr.
Ab der 23. Woche reagieren sie auf Stimmen, Musik und sogar auf Berührungen von außen.
Schon im Mutterleib lernen Babys, die Stimme von Mama und Papa zu unterscheiden.
Pränatales Bonding wirkt sich nachweislich positiv aus:
Dein Baby fühlt sich willkommen und geborgen.
Stresshormone bei dir und deinem Kind werden reduziert.
Vertrauen und Sicherheit entstehen – die Basis für eine gesunde Entwicklung.
Auch Väter können die Bindung aktiv mitgestalten, z. B. durch Berührung oder Stimme.
5 Wege, wie du schon jetzt Bindung zu deinem Baby aufbaust
✨ 1. Bewusste Berührung
Leg die Hand auf den Bauch, spüre Wärme und Nähe und stell dir vor, wie dein Baby deine Geborgenheit wahrnimmt.
✨ 2. Sprechen & Singen
Dein Baby hört schon früh deine Stimme und erkennt sie nach der Geburt wieder.
✨ 3. Ruhige Momente & Achtsamkeit
Gönn dir Pausen, atme bewusst ein und aus und stell dir vor, wie dein Atem dein Baby erreicht.
✨ 4. Briefe oder Tagebuch
Schreib kleine Nachrichten an dein Kind – ein wertvoller Schatz für die Zukunft und eine schöne Reflexion für dich selbst.
✨ 5. Gemeinsam Nähe schaffen
Euer Partner kann von Anfang an ein Teil der Bindung sein – durch sanfte Berührungen, Worte oder kleine Rituale. So wächst eure Verbindung als Familie und euer Baby spürt von Anfang an Geborgenheit.
Kleine Gedankenübung für dich
Mach es dir bequem, schließe die Augen und atme tief ein und aus. Leg die Hand auf den Bauch und flüstere deinem Baby innerlich zu:
„Schön, dass du da bist. Ich freu mich auf dich.“
Vielleicht spürst du Wärme, Ruhe oder ein Lächeln in dir. Das ist bereits Verbindung.
Mein Herzensthema 💛
Genau diese bewusste Verbindung – zwischen dir und deinem Baby, zwischen euch als Paar und als werdende Familie – ist mein Herzensthema.
Ich begleite Frauen, Männer und Paare dabei, sich gut auf diese besondere Veränderung vorzubereiten. Sei es während der Schwangerschaft, rund um die Geburt oder in den ersten Jahren danach: Ich bin da, um euch zu stärken, Halt zu geben und den Raum zu öffnen, in dem ihr euren ganz eigenen Weg finden könnt.




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