Schlaf dich glücklich – warum guter Schlaf unser Gemüt rettet
- Karin Danninger
- 15. Aug. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Vielleicht bist du gar nicht gestresst – sondern einfach nur müde.
Schlaf ist kein Luxus, sondern deine beste Medizin für mehr Geduld, Gelassenheit und Freude – für dich und deine Kinder.
Warum wir mehr schlafen sollten (besonders im Winter) und wie du’s schaffst – liest du hier.

Kennst du das?
Der Wecker klingelt, du drückst ihn genervt weg, und schon der erste Gedanke ist: „Ich bin noch gar nicht richtig da.“
Und dann wundern wir uns, warum wir gereizt sind, warum uns Kleinigkeiten aus der Bahn werfen oder die Kinder schon in der Früh grantig schauen.
Oft ist die Antwort ganz simpel: Wir schlafen zu wenig.
Was zu wenig Schlaf mit uns macht
Schlaf ist kein Luxus. Er ist wie die tägliche Wartung unseres Körpers und unserer Seele.
Im Schlaf ordnet unser Gehirn die Eindrücke des Tages, wir verarbeiten Erlebtes, unser Nervensystem fährt runter, Hormone regulieren sich.
Fehlt uns dieser Prozess, dann passiert Folgendes:
wir sind schneller gereizt
die Konzentration sinkt
die Stresshormone steigen
das Immunsystem wird schwächer
wir verlieren leichter den inneren Ausgleich
Kurz gesagt: Zu wenig Schlaf macht uns dünnhäutiger.
Kinder brauchen noch mehr Schlaf – und merken’s schneller
Viele Eltern kennen das: Das Kind ist quengelig, ungeduldig, und irgendwie läuft nichts rund.
Oft suchen wir dann nach großen Erklärungen – dabei ist’s manchmal nur die einfachste: zu wenig Schlaf.
Gerade Kinder brauchen deutlich mehr Schlaf als Erwachsene, und sie sind viel sensibler, wenn er fehlt.
Wenn du dein Kind morgens wecken musst, heißt das oft: Es hat nicht genug Schlaf bekommen.
Und das gilt übrigens auch für uns Erwachsene – wenn der Wecker uns aus dem Schlaf reißt, war’s meist zu wenig oder zu spät.
Warum wir heute oft zu spät ins Bett gehen
Wir leben in einer „Spät-noch-schnell“-Gesellschaft:
schnell noch Mails checken
schnell noch eine Folge auf Netflix
schnell noch Instagram durchscrollen
Und plötzlich ist’s 23:30 Uhr – der Wecker klingelt aber trotzdem um 6:30 Uhr.
Dazu kommt: Abends Licht vom Bildschirm = künstlicher Tag im Kopf. Unser Körper weiß gar nicht, dass er müde werden soll.
Anpassen an die Jahreszeiten – der vergessene Trick
Früher haben Menschen automatisch mit dem Tageslicht gelebt: Im Winter mehr geschlafen, im Sommer länger wach.
Heute tun wir so, als bräuchten wir das ganze Jahr exakt gleich viel Schlaf.
Studien zeigen: Wir brauchen im Winter tatsächlich mehr Schlaf. Weniger Licht heißt: Der Körper produziert mehr Melatonin (das Schlafhormon) und fährt langsamer hoch.
Wer im Winter bewusst früher ins Bett geht, tankt besser auf – und startet im Frühling mit mehr Energie, statt sich mit „Frühjahrsmüdigkeit“ zu quälen.
Mein Tipp: Fang schon im Herbst an, deine Schlafenszeit Stück für Stück nach vorne zu holen.
So schaffst du bessere Schlafhygiene – für dich und deine Kinder
Feste Schlafenszeiten – auch am Wochenende nicht völlig aus dem Rhythmus.
Abends weniger Licht – gedimmte Lampen, Kerzenschein, keine grellen LEDs.
Bildschirmpause mindestens eine Stunde vorm Schlafen.
Schlafrituale – Musik, Lesen, ruhige Gespräche.
Kein Handy am Bett – Wecker reicht.
Morgens ohne Handy starten – erst mal im eigenen Kopf ankommen.
Frühstück und Tageslicht gleich nach dem Aufstehen – das hilft der inneren Uhr.
Kinder abends runterholen – kein wildes Toben kurz vorm Schlafen, lieber Vorlesen oder leise Musik.
Mach Schlaf wieder zur Priorität
Schlaf ist keine Zeitverschwendung – er ist deine Basis für einen gelassenen, klaren, kraftvollen Alltag.
Und er ist ein Liebesdienst an dir selbst und an deiner Familie.
Denn: Ausgeschlafene Eltern sind geduldiger. Ausgeschlafene Kinder sind fröhlicher.
Und wenn alle mehr schlafen, fühlt sich das ganze Leben leichter an.
✨ Mein Impuls für dich:
Probier’s aus – nur eine Woche lang: Geh eine halbe Stunde früher ins Bett.
Beobachte, wie sich deine Stimmung, deine Energie und dein Miteinander verändern.
Du wirst staunen, wie viel Lebensqualität in dieser halben Stunde steckt.




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